Aufzugsprüfung

Die Aufzugsprüfung wird von zentralen Überwachungsstellen übernommen, die seitens des Betreibers informiert werden müssen. Die lückenlose Dokumentation ist Voraussetzung für die Inbetriebnahme eines Aufzugs.

Ohne Prüfung geht nichts

Zu den Pflichten der Betreiber von Aufzugsanlagen gehören regelmäßige Überprüfungen durch eine zugelassene Überwachungsstelle (ZÜS), also etwa dem TÜV oder der DEKRA. Die vorgeschriebenen Prüfungen bestehen aus Haupt- und Zwischenprüfungen. Der Abstand zwischen zwei Hauptprüfungen darf höchstens zwei Jahre betragen. Da die Zwischenprüfung ebenfalls vorgeschrieben ist, ergibt sich ein Abstand von maximal zwölf Monaten zwischen zwei Aufzugsprüfungen. Bevor die Aufzugsanlage erstmals in Betrieb genommen werden darf, beispielsweise nach einem Neubau oder einem umfassenden Umbau, muss eine sogenannte Prüfung vor Inbetriebnahme (PvI) durchgeführt werden.

Bei der Prüfung vor Inbetriebnahme wird geprüft, ob

  • die technische Dokumentation (Aufzugsprüfbuch, Betriebsanleitung) vorhanden ist
  • die EU-Konformitätserklärung vorliegt
  • eine Notbefreiungsanleitung existiert, die den Maßstäben der Plausibilität genügt
  • die elektrische Anlage den geltenden Vorschriften entspricht
  • die Weiterleitung von Notrufen an eine permanent besetzte Stelle gewährleistet ist

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Nachdem die Inbetriebnahme erfolgt ist, müssen regelmäßige Überprüfungen der Anlage durchgeführt werden. Üblicherweise beträgt der Abstand zwischen den Prüfungen zwölf Monate. Es kann jedoch vorkommen, dass die zentrale Überwachungsstelle eine Verkürzung des Prüfintervalls fordern.

Dies kann unter anderem in folgenden Fällen eintreten:

  • Abweichung der Anlage vom Stand der Technik
  • Unfall
  • Schlechter Wartungszustand
  • Häufige Störungen im Betrieb

Die sogenannte Hauptprüfung, die im Regelfall alle zwei Jahre vorzunehmen ist, hat verschiedene Inhalte. Zunächst wird überprüft, ob die Aufzugsanlage in einem Zustand ist, der der Betriebssicherheitsverordnung entspricht. Es muss daher ein reibungsloser Betrieb ohne Gefährdung der Verwender möglich sein. Ist die elektrische Anlage ein wichtiger Bestandteil für den sicheren Betrieb der Anlage, wird deren Sicherheit ebenfalls geprüft. Zusätzlich überprüfen die zugelassenen Überwachungsstellen, ob die notwendigen Unterlagen vorliegen. Diese sind entsprechen den Dokumenten bei der Prüfung vor Inbetriebnahme: Technische Dokumentation (inkl. EU-Konformitätserklärung) sowie eine Notfallbefreiungsanleitung, die die konkreten Umstände vor Ort berücksichtigt.

Die Betriebssicherungsverordnung legt zudem fest, dass „in der Mitte zwischen zwei Hauptprüfungen“ eine Zwischenprüfung durchzuführen ist. Außerdem muss in der Fahrkabine des Aufzugs sichtbar eine Prüfplakette angebracht sein, die über das Datum der nächsten Prüfung sowie die zuständige Stelle informiert.